Speisefisch des Mittelalters

Der Karpfen war nicht immer in den europäischen Gewässern zu finden. Die weit gereisten Römer importierten ihn vor über 2000 Jahren aus dem asiatischen Raum. Im europäischen Mittelalter wurde der Karpfen dann trotz seines umstrittenen Gechmacks als Speisefisch sehr populär.

Silvesterkarpfen

Der anpassungsfähige Süßwasserfisch konnte nämlich auch in kleineren Teichen unter schwierigen Umweltbedingungen gedeihen. Er eignete sich damit hervorragend zur Fischzucht. Letztlich sorgte eine große Zahl an Karpfenteichen in den meeresfernen Regionen für die kulinarische Abwechslung an den vielen fleischfreien christlichen Fastentagen. Vom Karpfen als Fastenfisch sind bis heute kulturelle Spuren geblieben: in vielen Regionen ist zum Beispiel der Silvesterkarpfen nicht mehr von der Speisekarte zu denken.