Die Spur der Karpfen

Karpfen bevorzugen warme, ruhige Gewässer. Sie kommen sowohl mit frischem, als auch mit brackigem Wasser zurecht. Die Färbung der Karpfen ist in der freien Natur gut an die Gewässerverhältnisse angepasst. Von oben betrachtet erscheint der Körper des Karpfens dunkel und fügt sich sehr gut in den Hintergrund eines schlammigen Grundes ein. Auch von unten betrachtet ist er gut getarnt. Der etwas gelblich gefärbte hellere Bauch mit den ebenfalls aufgehellten Flanken bietet bei einem Blick von unten nur wenig Kontrast zum Tageshimmel.

Listige Fischer und vorsichtige Karpfen

Karpfen werden mit zunehmendem Alter scheuer und vorsichtiger. Zum Fang ausgewachsener Karpfen gehört daher viel Erfahrung und Vorbereitung. Die Karpfenfischer untersuchen ein Gewässer zu den unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten intensiv auf Anzeichen von Karpfen. Verräterische Zeichen sind zum Beispiel kleine Bewegungen im Schilf oder kleine aufsteigende Bläschen, die beim Gründeln entstehen. Wenn die Angler sicher sind, Karpfenspuren gefunden zu haben, versuchen sie die Fische über mehrere Tage an bestimmte Futterplätze zu gewöhnen, um ihnen dann schließlich Köder mit Haken auszulegen.

Die Karpfen ihrerseits erkennen Haken erstaunlich gut. Es gibt Berichte von Karpfen, die einen Köder vor dem Verspeisen vom Haken gelöst haben.